Kunstforum mit „Sound of Seligenstadt LIGHT“ am Start

Optimismus ist beim Kunstforum Seligenstadt angesichts fallender Inzidenzzahlen und weiterer vorsichtiger Lockerungen der Corona-Beschränkungen angesagt: Mit dem kleinen Open-Air-Musikfest „Sound of Seligenstadt LIGHT“ startet der Verein am Samstag, 3. Juli 2021 in die kulturelle Sommersaison, nachdem schon auf das beliebte große Musikfestival gleichen Namens verzichtet werden musste.

Auf der Bühne im Hof des Hans-Memling-Hauses in Seligenstadt (an der Basilika) präsentiert sich am Nachmittag des 3. Juli die „Jazzbigband der Musikschule“ mit dem Saxophonisten Stefan Weilmünster. Seit seiner Gründung im Sommer 2001 hat sich das Ensemble zu einer semiprofessionellen Bigband entwickelt, das unzählige spannende Konzertprogramme erarbeitet hat. Das Repertoire umfasst neben Swing Standards der Ära Ellington und Count Basie Stücke aus dem Bereich des Funk, jazzige Poparrangements und moderne Bigbandliteratur beispielsweise von Bob Mintzer. Ergänzt wird das 18-köpfige Ensemble von der Mainhäuser Sängerin Birgit Reuter.

Gefolgt wird sie von der Coverband „Melibokus“ mit der Sängerin Elke Hüfner. 1985 in Seligenstadt gegründet, hat sich die sechsköpfige Band stetig professionalisiert. Musikalisch arbeitet Melibokus konsequent daran, echte Klassiker aus Rock- und Popmusik mit modernen Charthits zu kombinieren. Große Hits aus verschiedenen Jahrzehnten werden live für eine lang vermisste Stimmung und gute Laune sorgen!

Die Jazzbigband der Musikschule wird von 15:00 bis 16:00 Uhr auftreten, Melibokus folgt um 16:30 Uhr. Einlass ist ab 14:00 Uhr, Ende der Veranstaltung um 18:00 Uhr. Karten gibt es für 12 € ab 15. Juni in der Tourist-Info am Marktplatz in Seligenstadt. Kunstforum-Mitglieder haben bis dahin ein Vorkaufsrecht für 10 €; Kartenbestellungen per E-Mail unter redmann@ku-fo.de oder telefonisch 0159 01613782. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt; für Schüler und Studenten gilt der ermäßigte Preis von 10 €.

Um allen Corona-bedingten Auflagen gerecht zu werden, hat das Kunstforum die Zahl der Besucher auf 200 Personen beschränkt, ein detailliertes Hygienekonzept erstellt und auf die Ausgabe von Essen verzichtet. Getränke, auch alkoholische, werden in Flaschen angeboten. Gerne können sich die Gäste ihr eigenes Picknick mitbringen und bitte auch Gläser oder Becher, da diese aus hygienischen Gründen nicht vor Ort gespült werden. Die Datenerfassung erfolgt über Luca App oder die Corona App des Bundes. In Ausnahmefällen auch schriftlich. Zusätzlich gelten weiterhin die AHA Regeln – und wer weiß, vielleicht erfolgen bis Juli noch weitere Lockerungen.

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Ausstellung „Lost Places“ endet am 4. Juli

Seit Pfingsten ist die Ausstellung „Lost Places“ in der Galerie Kunstforum wieder geöffnet und bis zum 4. Juli verlängert. Nach den derzeitigen Corona-Regeln müssen sich die Besucher zuvor anmelden, per Mail an malsy-grimm@ku-fo.de oder telefonisch 06182-924451. Außerdem hat sich das Kunstforum der sogenannten Luca-App angeschlossen, so dass sich Besucher per QR-Code in der Galerie registrieren lassen können. Die App ermöglicht eine digitale Kontaktnachverfolgung und ist kostenlos. Nähere Einzelheiten unter www.luca-app.de.

Die Ausstellung „Lost Places“ – verlassene Orte wird von Dr. Angela Beike kuratiert und umfasst Werke von Hagen Bonifer, Andreas Masche und Ursula Zepter. Die Faszination der Lost Places liegt für viele in der Ursprünglichkeit und der fehlenden Erschließung, die dem Betrachter die Möglichkeit bietet, selbst auf „Entdeckungsreise“ zu gehen und dabei Geschichte individuell und hautnah erleben zu können. Die Künstler/innen nähern sich den vergessenen Orten in ihrer individuellen künstlerischen Formensprache und stellen sie in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. In der Bildergalerie unserer Homepage kann man sich einen ersten Überblick verschaffen.  

Die Galerie ist wie üblich freitags, samstags, sonn- und feiertags von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Da die Ausstellung „Lost Places“ bislang nur einen Tag lang geöffnet war, wurde sie bis zum 4. Juli verlängert. Die danach geplante Ausstellung der Gruppe „Konkret“ wird deshalb etwas verkürzt und findet vom 18. Juli bis 12. September 2021 statt.  

 

Künstler des Monats

Andreas Wald

Aus unserer Region stammt unser aktueller „Künstler des Monats“, der Maler Andreas Wald, bereits seit 1988 Mitglied im Kunstforum Seligenstadt. 1962 in Klein-Auheim geboren, lebt und arbeitet er heute in seinem Heimatort, in Rodgau und Neu-Isenburg. Schon als Kind begann er zu zeichnen; nach dem Abitur studierte er Kunstpädagogik, schwenkte dann aber um zum Studium der Freien Grafik in Stuttgart. Er hat das Glück, seinem Freiheitsdrang folgen und frei arbeiten zu können, mit Zeichnungen, Aquarellen und gegenständlicher Malerei. Es geht ihm nicht primär ums Verkaufen. Trotzdem hat er sich ein gutes Netzwerk geschaffen und beteiligt sich gern an Ausstellungen im In- und Ausland. Zusammen mit Clemens Erlenbach und Jörg Koltermann gründete er im Jahr 2000 die Künstlergruppe „Eiserner Steg 2000“, ist Mitglied in der renommierten Frankfurter Künstlergesellschaft und im Hanauer Kulturverein.

2009 erhielt Andreas Wald den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises. Vor einem Jahr hat er sich dem Berliner Verein „Künstlersonderbund“ angeschlossen, der sich dem gegenständlich-figurativen Realismus in der Malerei verschrieben hat. Der Künstlersonderbund veranstaltet für seine Mitglieder eigene Ausstellungen; im Herbst wird sich Andreas Wald in Berlin an einer Ausstellung zu Ehren Albrecht Dürers beteiligen. Wer so weit nicht reisen möchte, kann sich seine Werke vom 2. bis 31. Oktober 2021, jeweils Sa. und So. von 13:00 bis 17:00 Uhr im „Radwerk“ in Klein-Auheim anschauen. Beteiligt ist Andreas Wald u.a. auch an der Ausstellung „Sinn und Leichtsinn“ der Frankfurter Künstlergesellschaft vom 11.6. bis 11.7.2021 in der Städtischen Galerie im Kulturhof Flachsgasse in Speyer.  

„Musik ist mein Vorbild“, sagt er. So wie ein Komponist Melodien wiederholt, variiert, transponiert, so arbeitet Andreas Wald gerne seriell. Ein Thema mit vielen Variationen war z.B. die Architektur alter Gebäude bzw. Hausfassaden (Bild 1). Nach diesen „Außenräumen“ bevorzugt er nun „Innenräume“. Seine Darstellungen von Industriemotiven (Bild 2) beispielsweise erscheinen als real, entspringen aber der Fantasie des Künstlers. Auf diese Weise archiviert er Vergänglichkeit und menschliche Hinterlassenschaften. „Der Kunst als schöpferischem Akt bedient er sich, um seine Meinung zu Gesellschaft und zu historischen Abläufen mitzuteilen“, heißt es in der Laudatio zur Verleihung des Kulturpreises des Main-Kinzig-Kreises. „Mit der allgegenwärtigen Tristesse im Oeuvre von Andreas Wald soll jedoch nicht nur Gesellschaftskritik vermittelt werden, sondern auch Hoffnung. Die dargestellte Leere wirkt bedrückend, aber auf den zweiten Blick symbolisiert sie Raum für neue Ideen, für einen Neubeginn.“ Gar nicht trist hingegen sind die kleinformatigen Zeichnungen einheimischer Singvögel, die der Künstler für die Ausstellung zu Ehren Albrecht Dürers nach Berlin schicken wird.       

Eines seiner neuesten Werke ein Kreuz aus Holz, dargestellt in einer hölzernen Nische. Dort angebracht Nägel, ans Kreuz geklebt ein gefaltetes leeres Blatt Papier. Am Kreuz hängend ein rostiger Schlüssel. Aber auch ein farbenfroher Schmetterling ist im unteren Drittel des Bildes zu sehen. Die schrägen Schattenverläufe sind bewusst so dargestellt. Andreas Wald will keine Interpretation zu dem betreffenden Werk abgeben, sondern er möchte jedem Betrachter dessen Fantasie freien Lauf lassen.

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https://www.ku-fo.de/#sigProIdd140f3f6a4

 

Galerie "Altes Haus"

Öffnungszeiten: Fr. / Sa. / So. + Feiertag 15 – 18 Uhr,
Telefon: 06182 - 924451
Adresse: Frankfurter Straße 13, 63500 Seligenstadt

Postadresse

KUNSTFORUM Seligenstadt e.V.
Postfach 1448
63490 Seligenstadt

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